Coronamassnahmen auf dem Buckel der Jungen

Coronamassnahmen auf dem Buckel der Jungen

Es ist nun Ende Oktober 2020 und ich bin zum Schluss gekommen, dass dieses Virus die Ungerechtigkeit in der Schweizer Politik zeigt. Wieso erläutere ich in diesem Artikel:

Fangen wir am Anfang an: In der Schweiz gab es zuerst eine Beschränkung für Grossveranstaltungen und danach den Lockdown. Bis dieser zu seinem Ende kam, hat die Schweizer Regierung allen voran Bundesrat Alain Berset meiner Meinung nach ihre Arbeit sehr gut gemacht. Aber was danach kam, für dies ist der Begriff “Affentheater” wohl eher wohlwollend.

Dies erfordert natürlich weitere Erläuterungen:

Fangen wir an mit den Warnungen der Wissenschaftstaskforce an. Wie Herr Althaus sagt, wurde bereits am 11. Mai 2020 darauf hingewiesen, dass Grossveranstaltungen ein erhebliches Risiko darstellen, nicht desto trotz wurden diese wieder erlaubt. Naja, eigentlich hätte ich dies unserer Regierung auch mitteilen können, obwohl ich nicht viel Ahnung von Epidemiologie habe. Ist ja eigentlich logisch.

Die Quittung kam daraufhin postwendend: Ein Jodelfest im Kanton Schwyz und wir (die Schweiz) waren in der New York Times. Das diese Zeitung über die Schweiz berichtet ist doch eher selten. Kleine Randnotiz: Jodelfeste werden hauptsächlich von älteren Bevölkerungsgruppen besucht. (Ohne Beweis)

Es geht aber noch weiter: Die Fallzahlen explodieren zur Zeit sehr schön exponentiell. Ein super Lehrbeispiel für eine Anwendung der Mathematik.

Wir gehen noch einen Schritt weiter: Im Kanton Bern fand danach noch eine Messe statt, welche über 7000 Besucher anlocken sollte, statt. Gleichzeitig dürfen Mannschaftssportarten nicht mehr ausgeführt werden. Auch wenn die Messe vorzeitig beendet worden ist, ist dies ein Skandal, da diese Bewilligung ja auch schon viel früher zurückgezogen hätte werden können. Kleine Randnotiz: Mannschaftssportarten werden hauptsächlich in Clubs von jüngeren ausgeübt. (Ohne Beweis)

Es geht jedoch noch weiter: Nach einer Studie gibt es drei (Haupt-)Treiber der Pandemie:

  1. Superspreading Events –> Grossveranstaltungen
  2. Reisen
  3. Haushalte

Jeder mit einem kleinen funken Menschenverstand würde erwarten, dass die Massnahmen nun lauten würden: Keine Grossveranstaltungen, Grenzen für nicht dringende Reisen schliessen (Wie wäre es mit der Schliessung des Flughafen Zürichs? Oder wie wäre es mit einer Einreisequarantäne, welche auch durchgesetzt wird? Notfalls unter Aufbietung der Armee!) Aber die Realität sieht im Kanton Bern etwa so aus: Kein Sport mehr. (Mir ist sehr wohl bekannt, dass die Massnahmen auch weiter gehen, aber dieses Beispiel verdeutlicht in etwa die zynische Herangehensweise der Exekutiven in der Schweiz.)

Was mich an dem ganzen stört: Offensichtlich betreffen die Massnahmen hauptsächlich die jüngeren Bevölkerungsgruppen, während die älteren Bevölkerungsgruppen an Jodel-Events gehen und Reisen und damit die Pandemie vorantreiben. (Dies in Anbetracht dessen, dass es mehr ältere Semester an den Jodel-Events gibt.) Dasselbe kann bei den Hochschulen in der Schweiz festgestellt werden: Die (meist jüngeren) Studenten müssen daheim bleiben, aber gab es je schon in unseren renommierten Hochschulen unter Studenten einen Superspreaderfall wie bei dem Jodel-Event? Mir ist keiner bekannt.

Wenn wir gerade bei den Hochschulen sind: In den Hochschulen gilt Maskenpflicht in den Innenräumen, aber jetzt sollen die Studenten wieder ins Home-Office? Funktionieren die Masken denn nun, oder sind sie mehr ein Alibi-Argument um irgendeiner Lobby zu hofieren und der Bevölkerung zu sagen, dass man was macht? Wie zum Beispiel im Tessin: Dieser Kanton hat während ich diesen Artikel schreibe, eine Maskenpflicht im Freien eingeführt.

Konklusion

Meiner Meinung nach beweist diese Krise, wie einflussreich die Lobbys in der Schweiz sind und wie ihnen jeder Wunsch von der Lippe abgelesen wird, während die Bevölkerungsgruppen ohne Lobby(die Jungen) dies ausbaden müssen und auch die langfristigen Probleme davon tragen. Ich meine nach dem Verursacherprinzip hätten Grossveranstaltungen schon lange gar nicht wieder erlaubt werden müssen, aber…Wie bereits mehrfach diskutiert worden ist, werden einige junge Menschen möglicherweise (unter anderem psychische) Probleme von einem Lockdown davontragen.

Für mich resultiert dies darin, dass ich die Massnahmen je länger nicht mehr verstehe(Oder kann mir dies jemand mal so ganz kurz erklären?).

Ich gehe sogar noch weiter: Es gibt im Jahr 2023 wieder Wahlen und da werde ich die Partei wählen, die die beste Figur während dieser Krise gemacht hat.