Wieso ich aufgehört habe zu Gamen.

Viele Jungs und auch Männer, jedoch gefühlt weniger Frauen, spielen Video Games. Einige spielen teilweise über zwei Stunden pro Tag. Ich hingegen spiele seit dem 2. April 0 Stunden pro Monat, also überhaupt nicht mehr. Viele haben mich gefragt: “Wieso hast du aufgehört zu Gamen?”. Deshalb hier eine Erläuterung wieso ich aufgehört habe Videospiele zu spielen und wieso es mein Leben schöner gemacht hat, wie auch wieso ich jetzt glücklicher bin.

Der Anfang

Wie ich angefangen habe zu Gamen

Angefangen hat das Desaster mit meinem stolzen Alter von ca. 11 Jahren, als ich meinen ersten Computer bekam. Damals habe ich viel Zeit auf Webseiten mit Onlinegames verbracht, wie z.B. miniclip.com, spielen.com oder spielaffe.de. Ich war oft auf diesen Seiten, da ich noch nichts von richtigen Spielen für PCs gehört habe. Später bemerkte ich, dass es auch möglich sei, Spiele zu kaufen, bei denen man mehr Spass hatte. Also kaufte ich mir, dumm wie ich damals war, zwei damals bereits leicht betagte Spiele, für meinen Computer. Diese beiden Spiele waren: Battlestations Pacific und Battlefield 1942. Meiner Meinung nach, waren beide sehr gut.

Quelle: Wikipedia

Der erste Gamingrechner

Da die ersten beiden Games einfach zuviel gespielt worden sind, wollte ich neue Games kaufen. Ich realisierte jedoch schnell, dass ich mit meinem damaligen Computer nicht die neuen Spiele spielen kann, also musste ein neuer Computer her. Folglich habe ich mich in das Thema Computerhardware eingelesen, und kaufte mir dann vom Weihnachtsgeld einen bereits gebrauchten Computer.  Die Hardware selbst nach der Leistung beurteilt, welche darin ist, war nicht schlecht, da sie übertaktet war. Im Nachhinein war dies aber eine gigantische Fehlinvestition.
Dies aus zwei Gründen:

  1. Der Rechner hatte nur 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, was auch für die damaligen Verhältnisse zuwenig war. Somit musste ich diesen Aufrüsten.
  2. Aus einem bis jetzt immer noch unbekannten Problem, stürzte er des öfteren mit einem BlueScreen of Death ab. Dies heisst soviel wie, er startete einfach neu, aber ohne zuerst Herunterzufahren.

Der letzte Gamingrechner

Obwohl der erste Gamer-PC Probleme hatte, habe ich auf ihm ein bis zwei Jahre gespielt. Aber danach musste ein neuer Rechner her. Dieser neue PC, welcher ich ihn einer Aktion gekauft habe, leistet mir heute noch einen guten Dienst. Ich habe auf ihm dann richtig viel Gezockt. Um genau zu sein, ungefähr 2 Jahre.

 

Das Ende

Der Anfang vom Ende

Neue Schule

Aber was ist in diesen zwei Jahren denn soviel gravierendes passiert, dass ich aufgehört habe zu zocken? Eine gute Frage, die Antwort ist, es ist nichts gravierendes passiert, aber trotzdem ist viel passiert.
Einer der Hauptpunkte ist, dass ich nur noch an zwei Tagen in der Woche überhaupt Zeit hatte zu zocken. Dies da ich von der Sekundarstufe  ins Gymnasium aufgestiegen bin. Dadurch hatte ich viel weniger Zeit, da ich im Gymnasium viel mehr Arbeiten mussten. Ich will ja nicht sagen, ich habe jetzt keine Freizeit mehr, ich habe immer noch Freizeit, aber einfach zuwenig um noch viel zu zocken.

Teamspeak & Games, die ich gezockt habe

Ich war damals immer auf demselben Teamspeak 3 Server und habe mit der Community dort gezockt. Dort war ich auch noch im Nebenamt Serveradmin, was ich übrigens immer noch bin. Mich hat eigentlich der ganze Teamspeakserver und so weiter unglücklich gemacht, dies da dort immer schlechte Laune herrscht, und immer ist diesmal wirklich leider keine Untertreibung.
Auch war durch meinen Job, als Serveradmin, auch immer ein gewisser Druck da, da dann immer wieder neue Serverideen aufkamen, die natürlich ich umsetzten musste, bzw. wurde ich von meinem Ehrgeiz gezwungen sie umzusetzen.
Das Spielen der Videogames hat mich nicht erfüllt, um nicht zu sagen, unglücklich gemacht. Damit es nicht heisst, ich habe nur dieselben Genres von Spielen gespielt, ich habe in meiner Steambibliothek 23 bezahlte Titel, aus diversen Genres.
Das Fazit dieses Abschnittes ist ganz simpel: Ich war auf einem Teamspeak 3 Server, dort war immer eine schlechte Stimmung und die Games die ich gezockt habe, haben mich auch nicht erfüllt.

Der Trigger zum Aufhören

Doch was war der Auslöser für diese Entscheidung nach beinahe 2 Jahren auf dem Teamspeak? Den Trigger für diese einschneidende Entscheidung gibt es nicht, aber es gibt starke Indizien was der Auslöser gewesen sein könnte.

Der mögliche Auslöser war eine Person(namentlich ausnahmsweise aus Datenschutzgründen nicht erwähnt), die mich stark zum Nachdenken über mich selbst brachte. Aber diese Person hat mich nur zum Nachdenken über mich selbst gebracht, sie hat nie was in diese Richtung gesagt, dass ich aufhören solle. Wenn ich mich recht entsinne, wusste sie zwar von meinem damaligen Youtubekanal (welcher nie erfolgreich war), aber hat sich zum Teil sogar positiv dazu geäussert. In der Folge darauf kam ich auf die Idee im Skilager eine Actioncam mitzunehmen und alles aufzunehmen. Dies gab dann ungefähr 80 Gigabyte an Daten, welche ich dann später geschnitten habe. Dieser Videoschnitt hat mich dann tatsächlich zu einem Schluss gebracht, der banal ist: “Ich kann mich beschäftigen und produktiv sein, mit einer Tätigkeit, welche mich erfüllt.” Auch habe ich festgestellt, das Gaming mich überhaupt nicht erfüllt, vielleicht sogar unglücklich gemacht hat. Genau damals während des Videoschnittes bin ich auf die fünfte Stufe der Bedürfnispyramide nach Maslow gesprungen.

Also habe ich mich zu einer Probezeit von einem Monat entschlossen, welche ich dann auf 2 Wochen verkürzt habe und seit dem 2. April 2017 habe ich keine Games mehr angerührt und alle, welche ich früher installiert hatte, sind jetzt gelöscht.

Fazit zum Aufhören

Der Weg dahin scheint zwar einfach zu sein, jedoch war er trotzdem hart, mit Ängsten verbunden und so weiter. Aber im Fazit lässt sich sagen, ich bin viel glücklicher seit ich aufgehört habe Videospiele zu spielen und habe viel zuviel Geld darin investiert, um genau zu sein über 2000 Schweizer Franken.

Ein Gedanke zu “Wieso ich aufgehört habe zu Gamen.

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